„Hören Sie sich das mal in voller Länge an: Faberius Pletschbach. Damit wird er es nicht nur im Kindergarten schwer haben!“
„Dem Jungen soll es besser gehen als uns. Zu mir sagen die Leute ständig Tünn und meine Frau rufen alle nur Nies. Das wird Faberius nie passieren!“
„Soviel steht fest“, murmelte der Beamte kopfschüttelnd und dachte, denen, die ihn ärgern wollen, wird was anderes einfallen. Er griff zum Stift und besiegelte im Stammbuch den Startschuss für den kleinen Heimwerker.
Dienstag, 25. Dezember 1973
„Nu schau mal, was der Opa hier hat, Fabi ... Bauklötzchen. Lass uns einen Turm bauen.“
Opa Pletschbach kniete vor dem Weihnachtsbaum und ließ binnen kurzer Zeit die Krippe hinter einem soliden Fundament verschwinden. Sein Enkel saß daneben, bewunderte das Bauwerk und klatschte lachend in die Hände.
„So, jetzt darfst du ihn umwerfen, Fabi, und baust danach selbst einen.“
Zum Einstürzen musste man den Zweijährigen nicht groß auffordern.
„Fabi putt machen?“
Nach kurzem Nicken des Großvaters sprang der Kleine auf und warf sich mit vollem Körpereinsatz in den Turm. Den Widerstand hatte er offenbar anders eingeschätzt. Mit Schwung spritzten die Holzklötzchen zur Seite und gaben den Weg in die Krippe frei. Der Enkel startete durch und schlug zwischen Maria und den heiligen drei Königen mit der Lippe auf einen vollkommen überraschten Esel. Das Geschrei war groß, das Grautier und die Weihnachtsatmosphäre im Eimer.
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Liebe Leserin, lieber Leser,
diese Geschichte gehört zu jenen, die beim Schreibwettbewerb des Schreib-Lust-Verlages im Januar 2010 auf dem Treppchen gelandet sind und damit veröffentlicht werden. Die komplette Geschichte können Sie nachlesen in der Mai-Ausgabe 2010 der SL Print, zu bestellen beim Schreib-Lust-Verlag.
