Les-Art


Wenn Sie einen Eindruck gewinnen möchten, was ein Erzähl-Abend ist:

Zwei meiner Geschichten, einfach auf das Bild klicken!

Faberius

-

aus dem Leben

eines Handwerkers

Morbus populi

-

die Klinik für

Volkskrankheiten

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde des gepfefferten Wortes,


am 25. September 2006 schickte ich zum ersten Mal die Einladung zu einer Lesung, die ich Ende Oktober im Café Leichtsinn in Bergisch Gladbach veranstaltete. Es war der Auftakt zu einer Selfmade-Bühnen-Zeit, die mich die letzten Jahre rund 50 Mal vor das Publikum treten ließ. Keine überragend hohe Zahl und doch eine, die mir viel Freu(n)de gemacht hat. Die aber auch ihre Spuren hinterlassen hat.

Gemeint ist die Kombination mit einem Berufsalltag. Gerade in den letzten zwei bis drei Jahren gab es immer wieder Phasen, in denen sich die Frage stellte nach der Fortsetzung des parallelen Wirkens im Job und auf der Bühne. Das selbstverordnete Jahr Pause 2013 führte nur bedingt zu weiteren Erkenntnissen. Nun, das hat sich mittlerweile geändert. Es gibt neuere.

Ein guter Freund sagte erst kürzlich zu mir: „Vielleicht hast Du Dich auch einfach festgefahren in diesem Rhythmus, jedes Jahr mit einem neuen Programm anzutreten.“ Er hatte recht. Mit einem Abschlussabend im Haus Liederkranz und einem ebensolchen im hessischen Weiterstadt wollte ich den Bogen schließen. Den Bogen zwischen 2006 und jetzt. Mit der Schließung des Haus Liederkranz zum 30. Juni 2015 hatte sich dieser Plan aber leider in Luft aufgelöst. Dieses Haus stand und steht für mich für die künstlerische Heimat dessen, was bisher geschehen ist. Und so fiel die Entscheidung halt ohne den geplanten Abschlussabend: Bis auf Weiteres kein Auftritt mehr. Ich vermag mir nicht vorzustellen, woanders diesen Bogen zu schließen. Wenn es weiter geht, dann mit etwas Neuem und an einem neuen Ort.

Mit anderen Worten: Der Pfeffer hört vorerst auf. Wie lange er das durchhält, wie lange es braucht, bis über diesen Kanal mal wieder eine Einladung kommt … ich weiß es nicht. Allen, die mich bis hierhin gefördert, unterstützt sowie mit Wohlwollen und Interesse begleitet haben, sage ich ganz herzlichen Dank! In einer Zeit, in der es immer weniger ohne Technik geht, erscheint die Wirkung einer Geschichte wie eine beinahe letzte Bastion für die Dinge, die sich nur im Kopf abspielen. Der dafür auch vollkommen ausreichend ist. Einer der Gründe, warum mir das Erzählen so eine Freude war. Vielleicht irgendwann ja wieder.

Herzlichst
Ihr / Euer
Robert Pfeffer

Foto: Christian Steinkrüger