Die Lösung: Rauchfreie Küchenöfen

Ausgebildete Ofenbauer errichten mit einfachen Mitteln in den Haushalten Kochstellen mit Rauchabzug. Die benötigten Materialien für einen Chulo sind vor Ort verfügbar oder können leicht beschafft werden: Lehmerde, Kuhdung, Reisschalen zur Herstellung von Lehmziegeln, Eisenstangen zur Stabilisierung, getöpfertes Ofenrohr.


Die Haushalte beteiligen sich, indem sie das Material für die Lehmziegel bereitstellen und ihre Arbeitskraft einbringen. Bezahlt werden müssen außerdem der Lohn des Ofenbauers und die Beschaffung von Eisenstangen und Töpferwaren. Die Kosten für einen Ofen liegen derzeit bei etwa acht Euro. Auch wenn dieser Betrag in unseren Augen geringfügig erscheint, stellt er doch für die Mehrzahl der Bauern eine unüberwindliche Hürde dar.


Der Verein „Die Ofenmacher e. V.“ mit Sitz in München sammelt Spenden für die Finanzierung der rauchfreien Küchenöfen, sorgt für ihre Verbreitung vor Ort und organisiert die Ausbildung der Ofenbauer in Zusammenarbeit mit einem Programm der nepalesischen Regierung zur Verbesserung der ländlichen Energieversorgung (ESAP).

Das Chulo - Projekt

Einen Chulo zu besitzen, ist in Nepal nicht selbstverständlich. Es ist wichtig, dass sich das ändert, denn ein Chulo ist die Lösung zahlreicher Probleme. Chulo ist Nepali und bedeutet Ofen / Kochstelle.


In den ländlichen Haushalten in Nepal wird heute überwiegend offenes Feuer im Innenraum zum Kochen und Heizen verwendet. Die traditionelle Bauweise sieht keinen Kamin vor. Beißender Qualm füllt den Koch- und Aufenthaltsraum, bis er sich seinen Weg ins Freie durch das Dach gesucht hat.

Wer schon als Säugling dieser Situation ausgesetzt ist, leidet als junger Mensch bereits unter chronischen Bronchialentzündungen, schweren Erstickungsanfällen und massiven arteriellen Durchblutungsstörungen.


Alleine im SKM Hospital bei Kathmandu werden jährlich etwa 500 Patienten mit schweren und schwersten Verbrennungen eingeliefert. Meist handelt es sich bei den Unfallopfern um Kleinkinder, die ins offene Feuer gefallen oder gekrabbelt sind und sich an Händen und Füßen verletzt haben. Der Verlust der Gliedmaßen ist nicht selten die Folge. Die Möglichkeiten für eine qualifizierte Behandlung sind in den entlegenen Dörfern nicht gegeben und so entstehen während des Heilungsprozesses schwerste Behinderungen für den Rest des Lebens. Muskeln, Sehnen und Bänder ziehen sich zusammen, schränken die Beweglichkeit bis hin zur vollständigen Steife ein.

Foto: Christa Drigalla

Foto: Christa Drigalla

Ich selbst bin Mitglied des Vereins „Die Ofenmacher e. V.“ und bitte Sie um Unterstützung. Alles Weitere unter